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62 Stunden später

Nicht nach dem letzten Eintrag, sondern dem letzten "Schlafen". Damit meine ich Betäubung durch Volltrunkenheit, nicht abends ins Bett gehen, schlafen, träumen und morgens wieder aufstehen, Nein, sondern schon am frühen Abend trinken, immer weiter, mit Unterbrechung bis zur Besinnungslosigkeit oder dem plötzlichen Müdigkeitsanfall und apruptem Einschlafen. Im letzteren Fall passiert es dann schon einmal, dass sich der Blaseninhalt des Nachts seinen Weg über die vollständig entspannten/betäubten ... Wege zu suchen und sich ins Bett zu ergießen. Eine warme Freude für stinkende Stunden. Man macht dann oft wenig später auf, aus der Narkotisierung, erspürt, ertastet und erblickt schließlich das eklige Grauen und macht sich daran, eine Lösung dafür zu finden. Das Bett neu zu beziehen ist zwar schwierig und auf wackeligen Beinen unfallträchtig, jedoch die Nacht auf dem Boden zu verbringen, eingewickelt in eine stinkende Decke? Nein. Gottseidank schütze ich meine Matratze vor derartigen Vorkommnissen und muss nur Laken und Bezüge wechseln. Es fühlt sich noch komisch an, doch es stinkt nicht und ist nicht nass. Man versucht, wieder einzuschlafen... meist gelingt es. Noch ein paar Stunden unruhigen Schwitzträumens und man kann zuerst Wäsche waschen.
Nun. Die Alkoholperiode vor Beginn des Entzugs am Sonntag reicht ... ich würde grob schätzen, erinnern kann ich mich im Augenblick noch nicht genau... gut 1,5 Wochen zurück. Also 1,5 Wochen der statistisch sinnvoll verteilten oben genannten Abläufe in beliebiger Ausgestaltung. Danach: Kalter Entzug.

Wie nennt man es, wenn man ein Buch rezitiert, jedoch den Text nur sinngemäß und nicht Wort für Wort wiedergibt. Jedoch ist der Text teilweise identisch, es ist quasi eine Nachahmung?

"Ik bien jeds vIe slauer,ih haee da son fühe duh solee!!!!!!!222"

Ich bin jetzt seit 63 Stunden wach. Ich habe nicht länger als 20 Minuten pro Nacht bisher einigermaßen - schwitzend und wild rasend wirr grübelnd statt träumend - schlafen können. Heute sollte es nach meinen bisherigen Berechnungen funktionieren. Gerade habe ich mich von einem Freund verabschiedet, der mich besuchte und wir haben zusammen etwas Marihuana geraucht. Dieses Wundermittel lindert die Entzugserscheinungen auf etwas eigenartige Weise. Es lenkt mehr oder weniger davon ab. Die körperlichen Entzugserscheinungen sind weiter vorhanden. Natürlich haben sie sich in letzter Zeit etwas verringert, aber ich spüre noch immer Schweiß, wo keiner sein sollte, jedenfalls nicht bei der gegenwärtigen Betätigung.
Die Entzugserscheinungen sind diesmal recht heftig, weil die Alkoholphase auch recht heftig war. Wider Erwarten ging ich plötzlich viel aus und traf Leute, kam ständig zum trinken. Ich hatte Phasen dabei, in denen ich auch tagsüber, von morgens bis abends durchgehend trank und nur zwischendrin meinen Rausch ausschlief. Diesen wohlgeformten Rhytmus behielt ich schon mal 48 Stunden lang durch, bis ich einen totalen Durchhänger bekam... Oft aß ich zu wenig, geriet in Unterzucker, rauchte viel zu viel, kam meinen Erledigungen nicht mehr nach, etc., jedoch nur Phasenweise in erschreckend kurzer Zeit entwickelt. Ich wusste, wie es laufen würde, wie es schon von Anfang an gelaufen war. Eine Phase, die so und so lange dauert, dann Entzug, mal länger, mal kürzer, zunehmend natürlich kürzer, dann irgendein Tiefpunkt und Gluck Gluck... Man findet sich vor dem Wein-Regal...
Das liebliche allseits bekannte Alkoholiker-Klischee... - Oh Schreck: Wird wahr!!!
Apropos... Allein in diesen 1,5 Wochen hat sich meine Sauferei von Bier über Wein bis auf Schnaps hochgearbeitet.
So.. ich fürchte, ich muss jetzt versuchen, zu schlafen, habe Angst, dass es nicht klappt... werde es zunächst ohne alles versuchen, dann mit meinen bewährten Entzug-Einschlaf-Filmen, die ich 30-40 Mal gesehen haben muss... und naja... mal sehen. Wenn gar nichts geht... eben noch ne Nacht.

Wünscht mir Glück

Schlaft schön und träum süß, ihr da draußen alle
(Das ist ernst gemeint, ich bin ein sehr lieber und sozialer Mensch, der eigentlich nur seine Verzweiflung über das Scheitern seiner Suche nach Liebe in Alkohol ertränkt und anzündet.)

20.11.13 01:11
 


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